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LÄNDER VEREINBAREN KONKRETE MASSNAHMEN ZUR ARMUTSBEKÄMPFUNG Geber-, Empfängerländer sowie internationale Organisationen vereinbarten am 5. September im ghanaischen Accra, eine Reformierung der Entwicklungshilfe. Die für die nächsten Jahre geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation der Ärmsten dieser Welt wurden in der „Accra Agenda for Action“ (AAA) zusammengefasst. Zu den wichtigsten Elementen der AAA zählt die Rolle der Süd-Süd-Zusammenarbeit oder horizontalen Zusammenarbeit auf Grund ihrer entscheidenden Beiträge zum Capacity Building. Diese Art der Zusammenarbeit findet zwischen Ländern mit ähnlichem Entwicklungsstand statt, wobei ein Austausch der vorhandenen Kenntnisse und Technologien erfolgt. Auch wird den Ländern mit mittlerem Einkommen – wie Kolumbien und die Mehrheit der lateinamerikanischen Länder – eine bedeutende Rolle als Schlüsselakteure beim Aufbau der neuen Hilfsstrukturen zugesprochen. Grund dafür ist, dass die in diesen Ländern vorhandenen Kapazitäten zwischen diesen Ländern und anderen mit gleichem oder ähnlichem Entwicklungsstand geteilt werden können. Andererseits wird anerkannt, dass die internationale Zusammenarbeit zur Überwindung der Ungleichheit und Asymmetrien zwischen und innerhalb der Länder beitragen muss, wobei auch die Rolle der zivilgesellschaftlichen Organisationen hervorgehoben wird.
DIE POSITION KOLUMBIENS Der Leiter des Präsidentschaftsbüros für die Soziale Aktion und Internationale Zusammenarbeit Luis Alfonso Hoyos Aristizábal war als einer der Regierungsvertreter zur Abschlusssitzung des Dritten hochrangigen Forums zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit anwesend. Während seiner Rede sprach Hoyos Aristizábal auch über die horizontale Zusammenarbeit, welche eines der meistdiskutierten Themen des Forums war: „Es ist unser Ziel, Wachstum in der Region durch den Austausch von Experten, Erfahrungen und Fähigkeiten zu erreichen. So können good practices erlernt werden, worin ein enormes Potenzial liegt. Außerdem wollen wir uns auf die Maßnahmen konzentrieren, die dazu beitragen, die Ungleichheit zu verringern.” Er schlug den Gebern vor, sich mehr und mehr auf die dreiseitige Zusammenarbeit zu konzentrieren: „In den Ländern Afrikas, Asiens uns Lateinamerikas wurden zahlreiche Erfahrungen gemacht, doch mitunter fehlen die Ressourcen für einen konkreten Austausch, der eine große Bereicherung darstellen würde.“ Zudem schlug er den Einsatz moderner Technologien für die Schaffung von Informationssystemen vor, um ein funktionierendes Netz zum Informationsaustausch zwischen allen beteiligten Akteuren zu schaffen. Auch sprach er konkret vom Atlas der internationalen Zusammenarbeit Kolumbiens, in dem alle öffentlichen und privaten Projekte verzeichnet sind, die von außerhalb unterstützt werden. „Verfügbare Informationen sind das wichtigste Instrument zu Harmonisierung, Rechenschaftslegung und Transparenz.“ Bezüglich des Vorschlags der Rechenschaftslegung als Ausdruck der Transparenz sprach Hoyos Aristizábal von der Notwendigkeit, dass sich öffentliche Einrichtungen durch Qualitätsmanagementsysteme zertifizieren lassen. Weitere Informationen zum Dritten hochrangigen Forum über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie unter: www.accrahlf.net. Für den vollständigen Text der „Accra Agenda for Action“ klicken Sie bitte hier.
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