DIE BOTSCHAFT
KOLUMBIEN IN KÜRZE
DER STAAT
DIE REGIERUNG
WIRTSCHAFT UND HANDEL
KOOPERATION
KUNST UND KULTUR
TOURISMUS
UMWELT
STUDIEREN IN KOLUMBIEN
PRESSEARCHIV
OFFIZIELLE LINKS
Presidencia de la República
Ministerio de Relaciones Exteriores
Gobierno en línea
Redes Colombia Redes Colombia
Colombia Nos Une
Ministerio de Comercio Industria y Turísmo
Proexport
Comunidad
Andina
El Alto comisionado
para la Paz
Programa Presidencial de Derechos Humanos

 



NEUE AMPHIBIEN-ARTEN IN KOLUMBIEN ENTDECKT

Mit seinen 754 Arten plus den bei dieser Expedition entdeckten weist Kolumbien bezüglich der Anzahl pro Flächeneinheit einen größeren Artenreichtum als Brasilien auf.

• Erstmals wurden für Mittelamerika typische Arten in einem südamerikanischen Land entdeckt.
• Diese Nachricht trägt dazu bei, die Einrichtung einer neuen Schutzzone in der Region des Cerro Takarkuna im Regenwaldgebiet Selva del Darién zu fördern.
Während drei Wochen führten Herpetologen von Conservation International Colombia und Ornithologen von der Stiftung Fundación Ecotrópico Colombia, mit Unterstützung der Indigenen-Gemeinschaft der Emberá aus Eyakera, die an den Oberläufen des Flusses Tanelita ansässig sind, am Cerro Takarkuna in der Selva del Darién eine wissenschaftliche Expedition durch. 
„Einmal mehr hat sich bestätigt, dass wir über einen enormen natürlichen Reichtum verfügen, wir sind diesbezüglich nicht nur in unserer Region, sondern auf der ganzen Welt führend. Darin liegt ein großes wissenschaftliches und medizinisches Potenzial für die gesamte Menschheit“, so Umweltminister Juan Lozano Ramírez.

Zu den neu entdeckten Arten gehören:
Drei Kristallfrösche (der Gattungen Nymphargus, Cochranella und Centrolene)

• Drei Giftfrösche aus der Familie der Dendrobatidae (Colostethus, Ranitomeya und Anomaloglossus.

• Zwei Harlekinfrösche der Gattung Atelopus

• Zwei Arten von Regenfröschen (Pristimantis)


• Zu den für Mittelamerika typischen Arten, die erstmals im Norden Südamerikas entdeckt wurden, zählen: ein Salamander (Bolitoglossa taylori), ein Regenfrosch (Pristimantis pirrensis), eine Mauereidechse (Ptychoglossus myersi) und eine Schlangenart, die noch nicht vollständig identifiziert werden konnte.

Zudem wurde über das Vorkommen großer Säugetiere berichtet, darunter: der mittelamerikanische Tapir (Tapirus bairdii), eine in Kolumbien vom Aussterben bedrohte Art, vier Affenarten: der Geoffroy-Klammeraffe (Ateles geoffroyi), der Geoffroy-Perückenaffe (Saguinus geoffroyi), der Cebus capuchinus und der Mantelbrüllaffe (Aloutta palliata). Auch wurden intakte Populationen von Weißbartpekaris (Tayassu pecari) entdeckt.

Nach der Bestimmung der entdeckten Arten werden sie der Wissenschaftsgemeinschaft vorgestellt, um zu versuchen, einige Krankheiten zu heilen und anschließend den Umweltbehörden, um zu überprüfen, ob die betreffenden Arten gemäß den Kriterien der Weltnaturschutzunion (IUCN) vom Aussterben bedroht sind.

Es wird darauf gehofft, dass die Ergebnisse der Expedition dazu beitragen, die Rechtsfiguren Waldschutzgebiet (Reserva Forestal Protectora) und „Besonders zu behandelnder Bereich“ (Área de Manejo Especial), welche einen Großteil der Darién-Region abdecken (die Gemeinden Unguía und Acandí), zu konsolidieren, damit die Ziele des Erhalts und des besonderen Umgangs mit diesen Gebieten erreicht werden können, und insbesondere ein Beitrag zur Einrichtung einer neuen Schutzzone am Cerro Takarkuna geleistet wird.

„Diese Region ist eine regelrechte Arche Noah, die große Anzahl neu entdeckter Amphibien-Arten ist ein Hoffnungsschimmer angesichts der Tatsache, dass diese Tierarten in vielen anderen Regionen Kolumbiens und der Welt vom Aussterben bedroht sind.“, erklärte José Vicente Rodriguez-Mahecha, wissenschaftlicher Leiter von CI-Colombia.

Große Nützlichkeit der Amphibien:
Sie regulieren für die Landwirtschaft schädliche Insektenplagen. Ein Paar gewöhnlicher Frösche kann in einem Jahr bis zu eine Tonne Insekten vertilgen.
Zudem sind Amphibien eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Raubtiere und auf Grund ihres Lebenszyklus, der teilweise im Wasser und teilweise an Land stattfindet, spielen sie für die Mobilisierung von Nährstoffen zwischen diesen beiden Lebensräumen eine wichtige Rolle.

Wissenschaftler sind sich einig, dass Amphibien die Wächter über die Wirtlichkeit der Lebensräume für den Menschen sind, da an ihrer glatten Haut, die direkt den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, abgelesen werden kann, ob die Lebensbedingungen für den Menschen geeignet sind (sie sind hervorragende Indikatoren für die Verschmutzung durch Schwermetalle, Pestizide, Herbizide, Substanzen, die zu saurem Regen führen, u.a.).

Bedrohungen:
Die größten Bedrohungen für die Amphibien in der Region des Takarkuna sind die Abholzung und der damit verbundene Lebensraumsverlust. Es wurden 25 bis 30% der Wälder unterhalb von 800 m Höhe gefällt, um als Weideflächen genutzt zu werden. Zudem hat der Klimawandel zu einer gesteigerten Aktivität eines schädlichen Pilzes geführt, der die Amphibien-Populationen in allen Gebirgsregionen der Erde dezimiert.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Wohnungsbau und territoriale Entwicklung

Weitere Nachrichten

WSPA STREBT ANNAHME DER UNIVERSAL DECLARATION ON ANIMAL WELFARE FÜR 2010 AN
Es handelt sich dabei um eine Initiative, die die Welttierschutzgesellschaft (WSPA) seit dem Jahr 2000 mit der Absicht anführt, weltweit für die Belange der Tiere zu sensibilisieren und konkrete Aktionen zu fördern, damit Empfindungen, Sicherheit, Gefühle und Gesundheit der Tiere respektiert und anerkannt werden. [mehr]

UMWELTMINISTERIUM KÜNDIGT ZOLLFREIE EINFUHR VON ELEKTROFAHRZEUGEN AN
Für die Einfuhr von Elektrofahrzeugen werden in Kolumbien keine Zölle verlangt. Dies kündigte Juan Lozano Ramírez, Minister für Umwelt und Wohnungswesen, im Präsidentschaftspalast „Casa de Nariño“ an. Diese Maßnahme wird sofort mit dem ersten Kontingent von 100 Fahrzeugen in die Tat umgesetzt. [mehr]

BAHÍA MÁLAGA MUSS DAUERHAFT GESCHÜTZT WERDEN, DA DAS GEBIET „EINES DER WICHTIGSTEN ZUFLUCHTSORTE DER WALE IST“, SO UMWELTMINISTER LOZANO
„Bahía Málaga ist eines der weltweit wichtigsten Gebiete für den Schutz der Wale, die dort herrschenden natürlichen Bedingungen sind einzigartig und es soll für immer den Kolumbianern und der ganzen Menschheit gehören“, so Umweltminister Lozano. [mehr]

KOLUMBIEN BEI DER WELTKLIMAKONFERENZ IM POLNISCHEN POZNAN VERTRETEN
Am 9. Dezember reiste Umweltminister Juan Lozano Ramírez nach Polen, um an der UN-Klimakonferenz in Poznan teilzunehmen. Lozano erklärte, dass die Teilnahme von Ländern wie Kolumbien an der Weltklimakonferenz, die bis zum 12. Dezember dauern wird, von großer Wichtigkeit ist. [mehr]

DEUTSCHLAND UND KOLUMBIEN – GEMEINSAM FÜR DEN SCHUTZ DES TAPIRS
Ende Januar dieses Jahres waren Vertreter des zoologischen Gartens Köln in Kolumbien zu Gast, um ein Abkommen zum Schutz und Erhalt des Tapirs (Tapirus Pinchaque) zu unterzeichnen. [mehr]

NEUE AMPHIBIEN-ARTEN IN KOLUMBIEN ENTDECKT
Mit seinen 754 Arten plus den bei dieser Expedition entdeckten weist Kolumbien bezüglich der Anzahl pro Flächeneinheit einen größeren Artenreichtum als Brasilien auf. [mehr]