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VERSÖHNE DICH MIT DER NATUR

Dank der Kampagne „Reconcíliate con la Naturaleza 2008“ („Versöhne dich mit der Natur 2008“) wird der Schutz von Arten gefördert, die auf Grund der Bräuche während der  Semana Santa (Osterwoche) besonders bedroht sind.

Diese Kampagne wurde von der Umweltbehörde Secretaria Distrital de Ambiente, den Organisationen Conservación Internacional Colombia und Proaves, der Kirche sowie dem Umweltministerium möglich gemacht. Sie beinhaltet Maßnahmen in den Bereichen Forschung, Umweltschutz und Umwelterziehung, um vom Aussterben bedrohte Arten zu schützen, darunter der Gelbohrsittich, die Quindío-Wachspalme, der Präriebussard, der Breitflügelbussard, der Leguan und die  Icotea-Schildkröte. 

 

Fabio Arjona, Leiter der Naturschutzorganisation Conservación Internacional, erklärte, dass „der Schutz und die Bewahrung der biologischen Vielfalt die Aufgabe aller sei, da das Artensterben uns unser eigenes Aussterben etwas mehr vor Augen führt, wenn man berücksichtigt, dass jeder Art für das Funktionieren und das Gleichgewicht der verschiedenen Ökosysteme eine wichtige Rolle zukommt”.

 

BEDROHTE ARTEN

 

Die Quindío-Wachspalme, Kolumbiens Nationalbaum. Er wächst im kolumbianischen Hochgebirge, zum Schutz vor Insekten und Pilzen ist sein Stamm mit Wachs überzogen. Von allen weltweit vorkommenden Palmenarten ist die Quindío-Wachspalme die Art, die am höchsten über dem Meeresspiegel wächst. Sie wird bis zu 60 m hoch und ca. 100 Jahre alt.

 

Sie wird im März wegen ihres Holzes und ihrer Blätter, aus denen die typischen österlichen Palmgebinde hergestellt werden, geschlagen. Der Baum gehört zum natürlichen Lebensraum des Gelbohrsittichs und anderer vom Aussterben bedrohter Arten.

 

Der Gelbohrsittich. Er ist grün, die Federn an Stirn und den Seiten des Kopfes gelb. In der Mitte des Schwanzes ist sein Gefieder rot. Diese Sittichart kommt nur in Kolumbien vor. Gelbohrsittich-Populationen leben in den Departamentos Tolima und Antioquia.

 

 

Der Präriebussard (Buteo swainson). Der Präriebussard ist ein Zugvogel, der zwischen September und November und zwischen Februar und März nach Kolumbien kommt. Auf Grund der Zerstörung seines Lebensraums (Wälder) gehen die Präriebussard-Populationen in einigen Regionen stark zurück.

 

Der Breitflügelbussard (Buteo platypterus) ist ein Zugvogel, der die Winter in Mittel- und Südamerika verbringt. Viele sterben während des Vogelzugs, was unter anderem daran liegt, dass sie im Tal des Río Combeima und den Regionen um Tolima während der Fastenzeit gejagt werden. Diese Jagd hat in der Region Tradition.

 

Sie fressen Schädlinge und sind deshalb für die Landwirtschaft und das Wohl des Menschen von großem Nutzen.

 

Die Icotea-Schildkröte. Diese Schildkrötenart kommt nur in Kolumbien und im Westen Venezuelas vor. Während der Fastenzeit (Paarungszeit) werden tausende Tiere an der kolumbianischen Atlantikküste für den menschlichen Konsum getötet. Durch den Verkauf als Maskottchen und die Zerstörung ihres Lebensraums wurde die Icotea-Schildkröte von der IUCN in die Kategorie „Fast Bedroht“ eingeordnet.

 

Der Leguan kommt in Mittel- und Südamerika vor. Die Semana Santa ist für diese Art die gefährlichste Zeit, da sie mit der Paarungszeit zusammenfällt. An der Karibikküste werden Leguane wegen ihres Fleisches und ihren Eiern, denen fälschlicherweise außergewöhnliche Eigenschaften nachgesagt werden, übermäßig gejagt. Einige Arten sind in Kolumbien bereits nicht mehr existent, andere könnte das gleiche Schicksal treffen, wenn der Handel mit Leguanen nicht reguliert und kontrolliert wird.

 

 

Quelle:

§         Umweltministerium

Datum der Veröffentlichung: 22.02.2008

§         Conservación Internacional Colombia

     Datum der Veröffentlichung: 22/02/2008

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